Schönheit des Südbalkans

9. Oktober 2009

Das touristisch noch weitgehend unentdeckte Mazedonien gilt mit seinen Gipfeln, grossen Bergseen und malerischen Landschaften als Geheimtipp. Die Berge, viele davon über 2.000 Meter hoch, prägen das Landschaftsbild und laden zu ausgiebigen Wanderungen ein. Höchste Erhebung ist der Golem Korab, grösster Fluss der Vadar. Sein Tal durchzieht das Land von Südost nach Nordwest. 

Mehr als 1.100 Quellen entspringen den Gebirgen, 60 davon führen Thermalwasser. Drei grosse Bergseen und eine Reihe von kleineren Seen bieten vielfältige Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten. Der Ohrid-See, seit 1979 UNESCO-Welterbe, entstand in der letzten Eiszeit und gilt als einer der ältesten Süsswasserseen der Welt. Er liegt im Südwesten des Landes auf einer Höhe von 695 Metern und bedeckt eine Fläche von 358 Quadratkilometern. Seine tiefste Stelle liegt 289 Meter unter der Wasseroberfläche. Mehr als 200 endemische Arten leben hier, manche kennen vielleicht die „Ohrid-Forelle“?

Etwas kleiner ist der Prespa-See, der mit 274 Quadratkilometern auf einer Höhe von 853 Metern liegt. Der kleinste der „drei grossen Seen“ ist der Dojran-See mit einer Ausdehnung von 43 Quadratkilometern auf 148 Metern Höhe. Er ist zwar nur zehn Meter tief, aber sein Wasser steht im Ruf, heilende Wirkung bei verschiedenen Krankheiten zu haben. Wander-Fans bieten drei Nationalparks, genannt Mavrovo, Pelister und Galicica, rund um die Seen zahlreiche Möglichkeiten, die Natur zu Fuss zu entdecken. In historischen Dörfern, eingebettet in malerische Berglandschaften, finden diese beste traditionelle Spezialitäten-Küche sowie gute lokale Weine und Brandweine, um sich von einer Tour zu erholen.   

Neben Wanderern und Naturfreunden kommen in Mazedonien Kulturliebhaber  auf ihre Kosten: Über 900 Kirchen und Klöster, mehr als 200 Moscheen, Bäder und alte Basare, 47 Burgen und Türme sowie 4.000 weltliche Sehenswürdigkeiten locken Urlauber in das kleine Land. Als Schnittstelle zwischen Orient und Okzident verfügt der südlichste der vormals zu Jugoslawien gehörenden Staaten über eine einzigartige kulturelle Vielfalt. Die Mehrheit der heutigen Bevölkerung bilden slawische Mazedonier, aber auch Albaner, Türken, Roma, Serben, Bosniaken und Walachen zählen zum Vielvölkerstaat Mazedonien.  

Die mazedonische Hauptstadt Skopje bildet das pulsierende Handels- und Kulturzentrum des Staates. Zu den meist besuchten Sehenswürdigkeiten zählen die alte Steinbrücke, das Monument für die weltbekannte Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa, die hier geboren wurde, die Kirchen Sankt Spas und Sankt Pantelejmon, die Moschee Mustafa Pasha und die Burg Kale. Nur acht Kilometer von Skopje entfernt, in den Ausläufern des Vodno Gebirges, lockt das Kloster Nerezi Touristen an. 1164 erbaut und aus der byzantinischen Periode stammend, stellt das durch die Jahrhunderte hindurch immer wieder vergrösserte Gebäude die wichtigste mittelalterliche Sehenswürdigkeit von Mazedonien dar.  

Auch die Stadt Ohrid, die nur rund drei Stunden Fahrtzeit von Skopje entfernt liegt, begeistert durch ihre antiken Bauwerke: Die Kirche der Heiligen Sophia ist eines der wichtigsten mittelalterlichen Bauwerke des Landes, ausserdem ist ein römisches Theater aus dem dritten Jahrhundert vor Christi erhalten. Da die Stadt Ohrid vor rund 7.000 Jahren gegründet wurde, erhielt sie den Beinamen „Jerusalem des Balkans“ und gehört heute zum UNESCO-Welterbe. Ende des neunten Jahrhunderts nach Christi gründete der Heilige Klement hier die erste slawische Universität. 

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