Unberührtes Paradies am Mittelmeer

9. Februar 2012

Zahlreiche Strände in Süditalien haben 2011 die „bandiera blu“, das Öko-Label für Strände mit hoher Badewasserqualität erhalten. Diese „Blaue Flagge“ wird alljährlich von der unabhängigen Umweltstiftung FEE (Foundation for Environmental Education) verliehen. Die meisten ausgezeichneten Strände liegen im Cilento, einem Ort für Wasserfreunde, Taucher und Schnorchler. Aber auch für Fans von Bootstouren hält Cilento eine schöne Küstenlandschaft mit mysteriösen Grotten bereit.

Etwa 100 Kilometer südlich von Neapel, in Kampaniens beginnt eine in Deutschland weitgehend unbekannte Region: der Cilento. Der Cilento ist seit den 1990er Jahren zweitgrösster italienischer Nationalpark und UNESCO-Weltkulturerb. Mit seinen rund 100 Kilometer Küste und kleinen Dörfern, die ihren mittelalterlichen Kern und ihre Ursprünglichkeit bewahren konnten, zählt der Cilento zu den reizvollsten Gegenden Süditaliens. Seine Landschaften sind geprägt vom grünen Olivenbäumen, Bergen bis 1.900 Meter Höhe, langen Sandstränden und kleinen Badebuchten.

alt

Das glasklare, kobaltblaue Meer mit seinen Sandstränden und Buchten lädt von Anfang April bis Ende November zum Baden ein. Taucher und Schnorchler kommen im Cilento auf ihre Kosten. Zwischen sandigem Meeresgrund und Felsspalten kann man grünes Neptungras, rote Hornkrallen und orangefarbene Steinkorallen entdecken. Ausserdem finden sich hier für das Mittelmeer typische Arten wie Muränen, Barsche, Brassen, Seesterne sowie äusserst seltene Mondfische. Ausserdem reizvoll: die vielen Grotten.

Rund um das Palinuro-Kap warten geheimnisvolle Höhlen, unter anderem die Grotta Azzurra, darauf entdeckt zu werden. Ein weiteres Erlebnis ist die Erkundung der noch unberührten Unterwasserwelt im Meeresnaturpark Costa gegli Infreschi. Aber auch nur mit Flossen und Schnorchel lässt sich die ciletanische Unterwasserlandschaft erforschen. In fast jedem Küstenort im Cilento stellen Tauchbasen die benötigte Ausrüstung zur Verfügung. Tauchbasen befinden sich unter anderem in Palinuro, Marina di Camerota und Scario.

Die für den Cilento typischen Sarazenentürme, bizarre Felswelten und unzählige Meeresgrotten säumen die Fahrt und kleine Sandstrände und versteckte Badebuchten sorgen für Abkühlung im kobaltblau schimmerden und glasklaren Wasser. Im Rahmen einer vierstündigen Bootsfahrt am Kap Palinuro besichtigt man zum Beispiel  die Grotte Azurra, die Grotta delle Sanguine und die Cala delle Ossa mit Badestopp am schönen – nur per Boot erreichbaren – Sandstrand „Buon Dormire“. Das Programm der dreistündigen Fahrt zum Porto Infreschi besteht aus dem Besuch der Grotte degli Infreschi und einem *Bad am Sandstrand des Porto degli Infreschi, einem kleinen natürlichen Schutzhafen, der einst den Fischern Zuflucht vor Unwettern bot.

Mehr Informationen gibt es im Internet.  

Geschrieben von: Marina Mohammad

Teilen

Weitere Artikel