Völkerverständigung kulinarisch

3. Februar 2010

Nicht nur Gelee vom Karst-Prosciutto, sondern auch Kürbis-Souffle sowie in Vakuum gekochte Kalbsbacken an Rotweinsauce oder auch Karamell-Eiscreme mit Salzblume an Pain D‘Epices waren einige der Highlights, mit denen Igor Jagodic am Dienstagabend (2. Februar 2010) gemeinsam mit Sascha Stemberg die Gäste des Gourmet-Restaurants Haus Stemberg im Bergischen Land verzauberte.

Der 34-Jährige Jagodic gilt in seiner Heimat völlig zu Recht als Starkoch. 15 Jahre Kocherfahrung hat er bereits vorzuweisen. Nach einigen Stationen unter anderem dem InterContinental Hotel in Ljubljana ist er nun bereits seit zwei Jahren Küchenchef der Vila Bled im gleichnamigen Touristenziel in Norden Sloweniens. Das Haus wurde zu Yugoslawiens Zeiten als Sommerresidenz von Tito genutzt, beherbergt aber bis heute auch immer wieder Staatsgäste wie die englische Queen oder zahlreiche Prominente wie Paul McCartney. Dies sollte „Normal-Personen“ allerdings nicht davon abhalten, das bezaubernde Interieur mit zugehöriger Gourmet-Küche ebenfalls für sich zu entdecken.

Die ruhigen Wintermonate nutzt der junge Küchenchef gerne, um sich im Ausland fortzubilden. So kehrte er erst vor wenigen Tagen von einem mehrwöchigen Praktikum in Kopenhagen zurück. Dort konnte er dem Küchenchef vom Noma, dem einzigen Restaurant Dänemarks, das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet wurde, über die Schulter schauen.

„Ich finde es spannend, in anderen Ländern zu kochen. Dadurch entdeckt man immer wieder viel Neues, das man dann in seine Küche einfliessen lassen kann“, erklärt Jagodic. „Besonders interessant fand ich die Tatsache, dass man sich in Dänemark peinlich genau an die jeweilige Saison hält. Es kommt nur das auf den Tisch, was zur jeweiligen Jahreszeit auf dem Markt frisch zu bekommen ist. Es ist eigentlich genau so, wie es auch damals unsere Grosseltern gehandhabt haben. Ich bin davon überzeugt, dass sich dieser Trend langfristig überall wieder durchsetzen wird, da nur dadurch garantiert ist, dass die Speisen auch stets frisch und qualitativ hochwertig sind“.

Die Zusammenarbeit mit dem Haus Stemberg im Örtchen Velbert entstand im vergangenen Herbst. Zu dieser Zeit reiste Walter Stemberg, der das Haus gemeinsam mit seinem Sohn Sascha – und damit bereits in fünfter Generation – führt, zu einer kulinarischen Studienreise nach Slowenien. „Ich habe in meiner Karriere fast alles gesehen. War in Italien, natürlich auch in Frankreich, lediglich Slowenien war für mich bis dahin ein weisser Fleck auf der Landkarte“, sagt der Senior-Chef. „Meine Begeisterung war sofort da. Nicht nur das Land selbst, vor allem auch die Gerichte und auch die Weine haben mich absolut überzeugt. Als ich dann die Vila Bled entdeckte und Igor Jagodic kennenlernte, war mir sofort klar: Diesen Mann muss ich zu mir nach Hause einladen, damit auch meine Gäste sich von seinem Fähigkeiten überzeugen können.“

Gestern war es dann endlich soweit: Rund 60 Gäste trotzten dem Schneetreiben und machten sich auf den Weg. Unter ihnen nicht nur viele Stammgäste, sondern auch Janez Fajfar (Bürgermeister von Bled), Petra Cuk (Hoteldirektorin der Vila Bled) sowie Majda Dolenc (Direktorin des Slowenischen Fremdenverkehrsamtes in München). Die slowenische Delegation nutzte den Abend, um die Gäste im Bergischen Land von den Schönheiten ihrer Heimat Slowenien zu überzeugen. Das Konzept scheint aufgegangen: Nach dem absolut exquisiten 6 Gänge-Menü, das von ausgezeichnetem Pinot-Gris und Cabernet Sauvignon aus der slowenischen Küstenregion begleitet wurde, waren sich fast alle Gäste im Haus Stemberg einig: Slowenien ist nicht nur kulinarisch ganz offensichtlich eine Reise wert!

Wer mehr über die slowenische Küche oder das Reiseland zwischen Mittelmeer und Alpen erfahren möchte, kann telefonisch unter 089/29161202 oder unter slowenien.fva@t-online.de kostenlos weitere Informationen und Broschüren anfordern.

Informationen zur Vila Bled gibt es unter www.vila-bled.si, Hintergründe zum Haus Stemberg erhalten Interessierte unter www.haus-stemberg.de.

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